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Geschichte St. Antonius

In den letzen Jahren hat die Gemeinde St. Antonius eine Phase großer Veränderungen durchlebt. Im Zuge der Neustrukturierung der Pfarrgemeinden im Bistum Essen wurden auch im Essener Westen die Grenzen der Gemeinde neu gezogen.

Die Gemeinde St. Antonius in Essen-Frohnhausen und Essen-Fulerum ist eine junge Gemeinde. In ihrer jetzigen Zusammenstetzung besteht sie erst seit Oktober 2003. Damals wurden die drei eigenständigen Gemeinden St. Antonius, St. Mariae Geburt und St. Augustinus aufgelöst und eine neue Pfarrgemeinde gegründet. Diese neue Pfarrei erhielt den Namen St. Antonius mit der Pfarrkirche St. Antonius. Die Gemeinden St. Mariae Geburt und St. Augustinus wurden Filialen der neuen Pfarrei, behielten jedoch ihr reichhaltiges Gemeindeleben bei.

Mit der Neuordnung der Gemeindestruktur im Bistum Essen wurde die Gemeinde St. Antonius Herzstück und Namensgeber für die neue Großpfarrei St. Antonius. Zu dieser neuen Pfarrei zählen seit April 2008 neben St. Antonius auch die Gemeinden St. Mariae Empfängnis in Essen-Holsterhausen, St. Mariae Himmelfaht in Essen-Altendorf, St. Elisabeth in Essen-Frohnhausen sowie Zur Hl. Familie Essen-Margarethenhöhe. An der Filialkirche St. Clemens Maria Hofbauer an der Bockmühle ist zudem die polnischsprachige Gemeinde in Essen beheimatet.

 

Zwischen 1879 und 1881 wurde St. Antonius als Nebenkirche der Münsterpfarrei St. Johann Baptist in Essen wegen des Kulturkampfes zunächst als Privathaus erbaut. Erst nach langen Verhandlungen durfte sie seit 1882 benutzt werden; sie wurde am 16. Oktober 1894 konsekriert; am 3. April 1888 wurde ein Rektor an dieser Nebenkirche ernannt. Der Erzbischof von Köln errichtete am 9. Mai 1892 unter Abtrennung von der Münsterpfarrei St. Johann Baptist die kanonische Pfarrei Frohnhausen, die ab 1. August 1901 nach Essen eingemeindet wurde; ab 1. April 1941 erfolgte eine Neufestsetzung der Pfarrgrenzen im Rahmen des damaligen Dekanates Essen-West.

1944 wurde die um 1880 gebaute neugotische Kirche an der Kreuzung Berliner Straße, Kölner Straße zerstört. Nur der später abgebrochene Turm überstand die Bombenangriffe. Die Kirchenglocken kamen nach St. Elisabeth (3 Glocken, Bronze, Firma Franz Otto, Hemelingen, Bremen, Gußjahr 1884 und 1891, Töne f', as', b'), heute läutet St. Antonius vom Tonband. An die Stelle der zerstörten Pfarrkirche wurde ab 1950 ein Saal des Pfarrheims als Notkirche in Benutzung genommen.       

1956 gewann Prof. Dr. Ing. Rudolf Schwarz, Generalstadtplaner in Köln, den Architekturwettbewerb der Gemeinde für ein neues Gotteshaus. Er konstruierte einen gewaltigen Kubus, der durch ein ausgemauertes Stahlbetonskelett strukturiert wurde. Geprägt wird die Kirche durch einen schlichten, geometrischen Stil.

Am 31. Oktober 1958 wurde die neue Kirche von St. Antonius konsekriert.

Leitende Geistliche:
Engelbert Schäfer (1893-1906)
Theodor Bechem (1906-1930)
Theodor Spielkamp (1930-1949)
Peter Wilden (1949-1959)
Heinrich Herzog (1959-1968)
Klemens Kamp (1968-1989)
Werner Plantzen (1989-2007)
Ludger Blasius (seit 2007, seit 2008 Pfarrer der Großpfarrei)